Jahr 2009

4.März: Sehe ich das jetzt recht oder etwa doch nicht..... schnell ich brauche ein Taschentuch! Doch es ist so: Schili ist läufig!!! Sie kommt dieses Jahr etwas früher als berechnet und löst Chajah mit ihrer Läufigkeit sauber ab. Jaqui und Scotti sind voll im Stress.


 
17.Mai: Kurz nach Mitternacht begann Schili alle Kätzchen die sie fand, in ihre Wurfkiste zu transportieren. Als ich das hörte wusste ich, jetzt geht es los!     Um 2.30 Uhr hörte das " Tabs,Tabs,Tabs" plötzlich auf und Schili begann zu hecheln. Als ich bei ihr war, leckte sie gerade ihren ersten Welpen trocken. (r, 141 g)
Um 4.30 Uhr folgte dann der zweite (r, 152 g)

 


 


 

Und dann geschah bis um 8.30 Uhr nichts. Dann schlabberte sie Fruchtwasser zusammen einige Wehen ... nichts. Das war für Schili nicht normal! Um 10.00 Uhr rief ich in der Tierklinik an. Sie rieten mir  vorbei zu kommen. Nach zwei Röntgenbilder war klar, dass die letzten zwei Welpen mit Kaiserschnitt entbunden werden müssen, denn der dritte Welpe liegt quer.
Ich war kaum wieder zu Hause (meine Nachbarin spielte Taxi) und hatte endlich auch etwas gegessen, als schon das Telefon klingelte. Nun konnte ich meine Schili mit vier lebenden Welpen wieder abholen. Ganz ehrlich, damit habe ich nicht mehr gerechnet! Scheinbar mussten sie auch einige Zeit um das Leben der zwei kleinen Würmchen kämpfen. Vor allem der Welpe der quer lag (m, 114 g) hatte Flüssigkeit eingeatmet. Aber auch das vierte (r, 133 g) war nicht von Anfang an top fit.
Auf dem Röntgenbild sieht man gut, wie krumm
die Kleine lag

18.Mai: Schon am Abend vorher lag die kleine Hündin in einer Ecke und hatte selber keine Kraft mehr zurück zu robben. Kurz entschlossen machte ich ihr einen Schoppen und nahm sie zu mir ins Bett. Aber auch das Trinken bereitete ihr Mühe. Zwei Stunden später, beim nächsten Schöppeli, lag auch ihr Bruder neben dem Wurflager. Auch er kam unter meine Bettdecke. So, schön gewärmt (zum Glück gibt es Chriesisteinsäckli) war er beim Morgenschoppen so richtig hungrig und machte auch Tretbewegungen. Zurück beim Mami zeigte ich ihm dann, wo es bessere Milch gibt, und er saugte sich zum ersten mal an einer Zitze fest. (am Tag vorher legte er nämlich nur immer seinen Kopf zwischen die Zitzen).
 Die kleine wollte aber nicht mehr trinken. Darum lies ich mich noch einmal mit ihr nach Oberentfelden fahren, damit ein Tierarzt mir zeigen konnte, wie man eine Magensonde steckt. So gab er ihr gleich ca. 1.5 ml Wasser, und das schien auch ihre Lebensgeister zu Wecken. Wieder Zuhause trank sie mir einige Schlückchen vom Schoppen und dann saugte auch sie sich zum ersten mal an eine Zitze fest, schlief dann aber sofort wieder ein. Den Rest vom Tag setzte ich die beiden immer wieder an die dicksten Zitzen, und so gegen Abend schien es, als ob sie den Weg nun langsam auch selber finden.

19.Mai: Die drei Rüden haben alle zugenommen. Die Kleine konnte wenigstens ihr Geburtsgewicht halten, stürzt sich jetzt aber förmlich an die Mamibrust, wenn Schili vom Morgenbisi zurück kommt.

Und Schili? Sie wirkt noch recht erschöpft, bekommt Antibiotika, trinkt viel und hat bis jetzt nur gerade die Tunfischpaste mit den Pillen gefressen. Es scheint auch, als ob sie Schmerzen hätte. Sie kümmert sich aber trotzdem hervorragend um die Kleinen, putzt Fudis .....


Wir werden nicht rassistisch
erzogen .......

..... s'Mami freut sich über 
 jeden Besuch!

So klein waren wir

und im Traum schmatzen 
wir leise vor uns hin.

20. Mai: Langsam scheint sich alles zu normalisieren. So scheint es wenigstens. Nur Schili ist es immer noch Hunde-übel!!! Die zwei Bissen Polenta die ich ihr reichte, damit sie endlich wieder etwas zu sich nahm, blieben keine zwei Sekunden im Bauch. Beim Tierarzt besorgte ich mir dann ein Antibrechmittel. Damit blieb wenigstens das Zwieback.

21. Mai: Ein neuer Schreck! Die kleine Meite hatte heute Morgen eine riesige Schnatte auf ihrem Pfötchen. Was ist blos geschehen? Hat sich evtl. ein Kätzchen .........Nein das kann nicht sein, denn dann wäre die Verletzung nicht nur oben auf dem Pfötchen sondern auch unten. Wahrscheinlich ist Schili mit einer Kralle auf das kleine Pfötchen (und wie sich später herausstellte auch auf die Schwanzspitze) gestanden und hat beim sich abdrehen zwei Zehen abgedrückt. Sie legt sich bei diesem Wurf auch auffällig viel auf einen der Welpen drauf. Schili ist einfach wirklich nicht zwäg. Hat auch seit Samstag vor der Geburt nichts mehr gegessen ausser ein par Zwieback
Am Abend reisten wir mit der Kleinen wieder zum Tierarzt weil der erste Zehe fehlte. 24h später war dann auch der zweite weg. Nun bekommt auch sie Antibiotika. Zudem schläft sie für die nächste Zeit unter meiner Decke und tagsüber trage ich sie in einem Bauchtäschli bei mir. Alle zwei Stunden darf sie unter Aufsicht beim Mami ihren Hunger stillen.


S'kleine Meiti von seinen
Geschwister separiert.


Unter Kontrolle angezapft,
damit s'Mami nicht noch
mehr weg leckt.

Seine drei Brüder



Die kleine Patientin. Nach einer
Woche war sie genug gross, so dass
ich Pfötchen und Schwanz verbinden
konnte.

7. Juni: Seit ca. 5 Tagen läuft alles wieder fast  normal. Die Kleinen haben tüchtig zugenommen und sind nun zwischen 550 und 750g schwer. Nur s'Mami scheint dieses Mal weniger Milch zu haben, denn ich kann ab gestern Abend Rahmquark und Milchbrei zufüttern. (Das ist eigentlich für Hundewelpen normal. Nur wenn Milch im Überfluss da ist, kann man erst in der 4-5 Woche zufüttern)


Schmatz,schmatz ....

.... und so sehen die Welpen, der Auslauf
 und ich nach dem Schmaus aus ....

.... aber das Wichtigste: es sind
 alle zufrieden und satt!

19.Juni:

Nach 10 Min. Kinderbesuch
sind alle Welpen schon wieder
hundemüde

 


 


 


 

Am Futternapf wird es
langsam etwas eng. Der
Brei scheint nicht nur den
Hundewelpen zu schmecken
So sieht ein Kätzchen aus
nachdem es beim Fressen
unter die Hunde gekommen
ist

 


 


 


 

Bei schönem Wetter sind die
Welpen nun im Garten.
Das ist übrigens
das neue Welpen-
haus.
Weil ich den Schopf
ab Herbst als Schulungs-
raum für den oblig. SKN
brauche, bekamen die
Welpen eine neue Unter-
kunft.
Die Schaukel ist wohl eines der beliebtesten Spielobjekte. Vor allem, wenn
noch ein Kätzchen mitspielt.
Aber auch sonst sieht der Auslauf eher wie ein Kinderspielplatz mit vielen
bunten Sachen aus. Denn jetzt wo die Welpen schon bald 8 Wochen alt sind
geht natürlich "die Post ab". Da wird geprügelt, imponiert, getobt, ausprobiert, geknudelt ....... und dann ist es plötzlich wieder still und alles schläft.
Nachts kommen die Welpen ins Haus. Bevor sie aber ihn ihren kleinen Auslauf müssen und ich die Lichter lösche, damit dann vielleicht Ruhe einkehrt, dürfen sie noch eine Weile meinen Haushalt auf den Kopf stellen.
Sonntag 12.Juli: Ein fürchterlicher Tag! Halsbändeli-Verteilung!!
                            Da muss man kratzen ...
                           
sich tot stellen ..


...oder schnell schlafen bis
der böse Traum vorbei ist!

Am 10. August hies es wieder einmal Abschied nehmen. Djamila und Django zogen zusammen in ein neues Zuhause.  Kurz danach zog dann auch Daschah nach Fruttigen, während Dogi noch bis am 10. Oktober bei mir blieb. Nun lebt er bei einer älteren Familie in Deutschland.

Am 12.Oktober war es dann endlich so weit. Chajah war wieder läufig, darum zog Gaval de Daval für fünf Tage bei uns ein um Chajah zu decken. Jaqui sollte für diese Zeit in die Ferien, damit es keinen Unfall und keine Rüdenkämpfe gibt. Doch leider kam er an seinem Ferienort nie an. Unter der Eingangstür seines Feriendomizils packte ihn die Panik vor dem anderen grossen Hund, so dass er fluchtartig das Weite suchte. Am selben Abend sowie am nächsten Tag wurde er in der Region noch gesichtet, doch seit dem 13.Oktober fehlt jede Spur von ihm. Alle Suchaktionen bei Tag und Nacht blieben erfolglos.

14. Dezember     Chajahs erster Wurf
Ich hätte an diesem Tag die Berufsschule für den Tierpfleger besuchen sollen, doch irgendwie hatte ich eine Ahnung, dass es bei Chajah los gehen könnte, darum schwänzte ich den Unterricht, denn bei ihrer Geburt wollte ich unbedingt dabei sein. Am Abend war dann auch noch der erste SKN-Theoriekurs angesagt. Doch bis spät in den Nachmittag waren keine Anzeichen zu erkennen. Also machten wir uns auf den Spaziergang und kamen um 17.30 Uhr wieder heim. Ich traf noch die letzten Vorbereitungen für den Kurs - stellte fest, dass der Beamer nicht funktionierte (am Samstag war doch noch alles i.O???) und dann wollte ich mich kurz nach 18 Uhr umziehen.

Mein zweiter Schock: Chajah lag in der Wurfkiste und hatte Presswehen! 15 Minuten später stand dann auch schon die erste Kursteilnehmerin vor der Tür. 
Der Theoriekurs wurde dann unerwartet praktisch, die Kursteilnehmerin stellte ich kurzum als Telefonsekretärin an (denn das gab diesen Abend auch keine Ruhe) und Chajah gebar ihren ersten Welpen. (eine Hündin 130g)

Von  Schili war ich es mir gewohnt, dass bis zum zweiten Welpen Stunden vergehen, also konnte ich jetzt getrost den Kurs geben. Nach zwei Stunden traute ich meinen Augen nicht! Da lag nicht ein Welpe sonder vier Welpen in der Wurfkiste, alle fein säuberlich abgenabelt und trocken geputzt. (noch zwei Hündinnen 129g + 76g und ein Rüde 130g) Chajah hat das absolut perfekt gemeistert und schien mit ihrer Leistung sichtlich zufrieden.

10 Tage später hatten schon alle Welpen ihr Geburtsgewicht verdreifacht!

 


27 / 28. Dezember
Zuerst nur ein kleiner Spalt aber dann immer mehr, die
Augen öffnen sich. Ob sie uns schon sehen?
30. Dezember
Nun beginnen sie sich zu bewegen. Aber schlafen ist immer noch die Haupt- beschäftigung
    31. Dezember
Schili ist nun endgültig auch in die Wurfkiste eingezogen. Sie hat Milch und unterstützt tatkräftig in der Brutpflege.
Chajah ist damit aber noch nicht ganz so glücklich.

Ich wünsche allen Lesern dieser Seite ...

Fortsetzung